Am 14. Juli 2012 führte der Verein Wutachtalbahn e.V. eine Fotosonderfahrt auf der "Sauschwänzlebahn" durch. Die Tenderlok 86 333 führte einen Sonderzug bestehend aus vier Einheitsdurchgangswagen ("Donnerbüchsen") und einem beladenen Rungenwagen.

 

Folgende Überlegung hatte der Veranstalter angestellt:

Was wäre wenn.....

Versetzen wir uns gute 50 Jahre zurück in die Vergangenheit. Rund um um das Jahr 1960 – die entsprechenden Stellen in der DB haben einige Jahre zuvor nicht entschieden, den Verkehr auf der Wutachtalbahn „ruhen“ zu lassen – verkehren noch drei Zugpaare ab Waldshut über die Sauschwänzlebahn bis zum Bahnhof Zollhaus-Blumberg. Diese Züge werden aus Donnerbüchsen gebildet, ergänzen die im Schülerverkehr eingesetzten (allerdings nur bis zum Hp Lausheim-Blumegg verkehrenden) Schienenbusse und bieten der örtlichen Bevölkerung eine ganz passable Möglichkeit die Städte Waldshut und Blumberg zu erreichen. Umgekehrt zeichnet sich ein leicht ansteigender Ausflugsverkehr von den Städten „raus auf’s Land“ ab - mit zunehmendem Wohlstand wächst offensichtlich das Bedürfnis der Städter auf einen Kurzurlaub. Für die Traktion der Züge sorgen Lokomotiven der Baureihen 50, 75.10 und neuerdings auch 86. Die robusten und ausreichend kräftigen Tenderlokomotiven sind in Bayern und Franken durch Zuteilung von Diesellokomotiven in den Betriebswerken Nürnberg und Hof frei geworden und versuchsweise nach Südbaden „versetzt“ worden. Dort sollen sie die reparaturanfälligen Lokomotiven aus der badischen Länderbahnzeit ersetzen. Vier der beim Personal recht beliebten Einheitslokomotiven wurden Ende 1959 auch im Bw Waldshut stationiert.

Stammlok für das Wutachtal ist die „333“ – sie befördert am Samstagmorgen neben den vier planmäβig eingesetzten „Donnerbüchsen“ auch einen Rungenwagen, der mit dem neuen Dienstwagen für den Blumberger Bürgermeister Müller beladen ist. Eigentlich hätte das Vehikel aus Wolfsburger Produktion ab Offenburg über die Schwarzwaldbahn bis Immendingen transportiert werden sollen, aber die Rangierer in Offenburg haben den Wagen wohl „vergessen“ und so ist er bis Weil/Rhein durchgelaufen. Nun kommt er (drei Tage später) am Hochrhein entlang über Waldshut, Lauchringen, Weizen und Fützen von Süden in Blumberg an (Werktage natürlich). Wahrscheinlich kann so auch der Waldshuter Zweiradhändler Pfefferle das vom Fützener Landwirt Hahnemann gekaufte Kraftrad auf den Weg bringen.

 

Lassen wir uns überraschen....

 

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